Zehn auf einen Streich: Warum Systemadministratoren sogar noch besser sein müssen als das tapfere Schneiderlein

Konnte das tapfere Schneiderlein einst noch mit einem dezenten Hinweis auf die "sieben auf einen Streich" punkten, muss ein Administrator heute mit mindestens zehn Kernaufgaben klar kommen - manchmal sogar gleichzeitig. Das erfordert ein hohes Maß an Disziplin, Genauigkeit, Stressresistenz und eine enorme Menge an Fachwissen und ständiger Weiterbildung. Einen wirklich guten Administrator selbst zu finden, ist also gar nicht so einfach. Und einzuschätzen, ob er wirklich alles beherrscht, was er beherrschen muss, auch nicht immer. Aber dafür gibt es Lösungen.

Die Kernaufgaben für den Administrator

In erster Linie kümmert sich der Administrator schon einmal um das Einrichten und Anpassen aller Computer im Netzwerk und das Einrichten des Servers. Das ist Aufgabe eins.

 

In vielen Fällen und vor allem bei kleineren Unternehmen, ist er auch in die vorbereitende Planung für ein neues Netzwerk oder bei Erweiterungen mit eingebunden. Als Fachmann ist er auch der Fachmann für Planung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Leistungsfähigkeit und Kosteneffizienz - was in vielen Fällen sehr komplexe Planungen und eine hohe Beratungskompetenz erforderlich machen kann. Das ist dann also Aufgabe zwei.


Im laufenden Betrieb kümmert sich der Administrator um alle regelmäßigen Wartungsaufgaben im gesamten Netzwerk. Er entwirft den Wartungsplan und führt die notwendigen Wartungsarbeiten selbständig oder mit Hilfe durch - dazu braucht es dann auch die Fähigkeit, Arbeiten effizient zu delegieren und die Ausführung zu kontrollieren. Die laufende Überwachung der Systemperformance und aller maßgeblichen Parameter für die Leistung des Gesamtsystems sind ebenfalls eine Standardaufgabe für den Administrator. Und das Eingreifen bei Engpässen, die die Systemleistung kurzzeitig negativ beeinflussen können, natürlich auch. Das sind die Aufgabenbereiche drei, vier und fünf.

Beratung, Anleitung und Betreuung von Mitarbeitern gehört dazu

Damit ist es allerdings noch längst nicht getan. Eine sehr wichtige Aufgabe ist die Betreuung aller Nutzer, Masteruser oder gegebenenfalls bei größeren Unternehmen auch die Leitung und die Betreuung der Mitarbeiter im Support. Sie müssen geschult und informiert werden. Das ist schon Aufgabe sechs auf unserer Liste.


Das Rechtemanagement, also die Planung und Verwaltung von allen Benutzerrechten und Rechtestrukturen im Unternehmen ist ebenfalls eine wichtige Aufgabe, die gewöhnlich der Systemadministrator vornimmt. Aufgabe sieben auf der Liste.

 

Admin mit Durchblick
Admin mit Durchblick

Datensicherung und -wiederherstellung, ebenso wie die Planung von Daten­sicherungs­prozessen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben sowie regelmäßige Wieder­herstel­lungs­prüfungen fallen auch in das Aufgaben­ressort des Administrators. Hier beginnt die Sache dann oft schon ernsthaft stressreich zu werden, auch aufgrund der hohen Verantwortung, die ein Administrator trägt.

Die Wartung von vorhandenen Datenbanken ist häufig eine Aufgabe, die ebenfalls dem Administrator zufällt. Je nach vorhandenen Strukturen kann das einen hohen Arbeitsumfang bedeuten.

 

Die Erweiterung und vor allem die Vereinheitlichung von Systemen, die Optimierung und die Leistungssteigerung sowie die Hardware-Pflege und die Administration von Sicherheitsstrukturen im Netzwerk bilden dann die restlichen Aufgabenbereiche, die üblicherweise einem Systemadministrator zufallen.

Wo man einen Administrator findet, der das alles beherrscht

Wie die kurze Übersicht schon zeigt, benötigt ein Systemadministrator eine Menge Kompetenz, eine Vielzahl von Ausbildungen und ein beträchtliches Maß an persönlicher Eignung für die umfangreiche und verantwortungsvolle Tätigkeit. So jemandem auf dem Arbeitsmarkt als Arbeitgeber selbst zu suchen, kann ein großes Risiko bedeuten - der Schaden, den ein weniger gut geeigneter Administrator für ein Unternehmen anrichten kann, ist enorm. Das kann bis zur Pleite reichen.

Besser - und vor allem sicherer - ist es, Systemadministrator-Tätigkeiten an einen entsprechend kompetenten Dienstleister auszulagern, wie Ihr IT-Systemhaus. Besonders für die unternehmenskritischen Tätigkeiten ist dies zu empfehlen. Denn wer sich mit diesem tapferen Schneiderlein messen will, der muss schon ein echter Profi sein.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0