Datenschutz und Websicherheit - http/2 als Webprotokoll

Schnelles Surfen und Sicherheit lassen sich optimal miteinander verbinden und zwar mit HTTP/2. Der Datenschutz nimmt laut Experten eine immer wichtigere Position ein und soll nicht nur auf dem Papier, sondern im Alltag im Internet überzeugen. Während die Meldepflicht ans Bundesamt für Datenschutz bisher nur für Betreiber kritischer Infrastrukturen im Netz bestand, wird sie mit der Einführung von HTTP/2 auch für private Website Betreiber und Blogger zur Verpflichtung. Ab Juni 2018 tritt die europaweit gültige Sicherheitsrichtlinie in Kraft und muss von allen Administratoren und Website Betreibern, egal ob privater oder gewerblicher Natur eingehalten werden. Verstöße wirken sich nachhaltig auf den Verdienst aus und können bis zu 4 Prozent der jährlichen Umsätze betragen.

Wie funktioniert HTTP/2 und was wird es verändern?

Das aktuelle HTTP Protokoll hat sich seit der öffentlichen Internetfreigabe im Jahr 1991 kaum verändert. Doch die Zeiten werden unsicherer und die Kriminalität verlagert sich immer weiter ins Netz. Um dem User Sicherheit zu gewährleisten und ihn vor den Gefahren im WWW zu schützen, muss HTTP ans 21. Jahrhundert und die heutzutage wichtigen Aspekte angepasst werden. Für den Website Betreiber ergibt sich aus der Umstellung auf HTTP/2 ebenfalls ein Vorteil, da die Seite in ihrer Aufrufbarkeit um bis zu 30 Prozent beschleunigt wird und damit die Anforderungen deckt, die User an das moderne und immer schnelllebigere digitale Zeitalter stellen. Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen und doch zeigt sich, das HTTP/2 bei 60 Prozent aller Webmaster auf Zustimmung stößt und bereits jetzt genutzt wird. Die Basis der Entwicklung liegt in Googles SPDY Protokoll begründet, welches der Internetriese beim Einzug der HTTP/2 Verschlüsselung zugunsten der Neuentwicklung aufgeben wird.

HTTP/2 unterstützt alle gängigen Browser

Es wird nicht lange dauern, bis alle Browser die Verschlüsselung möglich machen und somit eine europaweit einheitliche Nutzung mit maximalem Datenschutz ermöglichen. Aktuell ist HTTP/2 bei Safari 9 und dem Internet Explorer 11 nur mit teilweiser Unterstützung avisiert, während Mozilla, Chrome, Opera und auch Chrome Android und weitere Internetbrowser die vollständige Unterstützung gewährleisten. Das frühere HTTP/1 oder HTTPS brachte für Website Betreiber einige Schwierigkeiten mit sich, sodass nicht jeder bereit war, sich auf die Umstellung einzulassen und dadurch zum Beispiel bei Google mehr Möglichkeiten für ein besseres Ranking zu erzielen. Mit HTTP/2 wird es diese Probleme nicht geben, wodurch die Nutzung unverschlüsselter Verbindungen weniger interessant werden. Mit Markteinführung der Verschlüsselungspflicht laufen Unternehmen mit altem Protokoll Gefahr, bei Google abgestraft und aus dem Index entfernt zu werden.

Das bedeutet das EuGH-Urteil für den Alltag

Wechseln Sie jetzt schon zu HTTP/2 oder informieren sich ausführlich über die Vorteile und vielen Möglichkeiten, die Sie mit der Modernisierung Ihres Übertragungsprotokolls erzielen und für Ihre User erschaffen.

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