BigData, jeder spricht darüber. Was ist das überhaupt?

Big Data ist das Zauberwort unserer heutigen Informationsgesellschaft. Schon heute produzieren Smartphone-Nutzer, Unternehmen und Maschinen eine unzählige Menge an Daten. Dank Big Data lassen sich diese Daten sinnvoll nutzen. So konnte beispielsweise die Stadt Stockholm durch Auswertung der Daten von Verkehrsteilnehmern die Verkehrsführung optimieren und die Verkehrsbelastung um 20 Prozent senken. Gleichzeitig sind die Fahrzeiten um mehr als die Hälfte reduziert worden. Unternehmen haben die Möglichkeit ihre Angebote noch präziser an den Kundenwünschen auszurichten. Voraus­setzung hierfür ist eine genaue Analyse und Strukturierung der gewonnenen Daten. Die Entwicklung steht in Deutschland noch weitgehend am Anfang, hat jedoch ein enormes Wachstumspotenzial.

Was ist Big Data?

Mit dem Begriff Big Data wird die Analyse von großen Datenmengen bezeichnet, die von einer Vielzahl an Quellen erzeugt werden. Ziel ist es, einen möglichst hohen wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen. Vor allem die ansteigende Nutzung von Smartphones und Social-Media-Anwendungen führt zu einem starken Anstieg an personenbezogenen Daten. Durch den Begriff Big Data soll die zunehmende Bedeutung solcher Informationen für Unternehmen deutlich gemacht werden. Unter dem Begriff werden Konzepte, Technologien und Tools zusammengefasst, mit denen sich qualitativ vielfältige und unterschiedlich strukturierte Daten analysieren und in die gewünschten Bahnen lenken lässt.

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Datenmengen aus einer Vielzahl von Quellen

Wofür wird es schon genutzt?

Bereits heute wird Big Data von zahlreichen Firmen und Institutionen genutzt. So setzt beispielsweise der Flughafenbetreiber Fraport Big Data ein, um einen möglichst reibungslosen Flug- und Terminalbetrieb zu gewährleisten. Mit Hilfe moderner Technik werden die Passagierströme gemessen und mit den vorhandenen Flug- und Standortplänen sowie Personalressourcen abgeglichen. Ziel ist es, den Passagieren möglichst kurze Wege anzubieten und Wartezeiten zu vermeiden. Dabei ist das Potenzial noch um einiges vielfältiger. So kann beispielsweise die Pacht für Standflächen nach der Zahl der finanzkräftigen Passanten berechnet werden, die täglich an einem Geschäft vorbeikommen.

 

Der Speicherhersteller EMC nutzt Big Data um zu analysieren, zu welchem Zeitpunkt die Festplatten der Kunden voraussichtlich kaputtgehen. Dies gibt dem Unternehmen die Möglichkeit den betroffenen Anwendern rechtzeitig ein neues und genau auf deren Bedürfnis zugeschnittenes Angebot zu unterbreiten.

 

Der amerikanische Präsident Barack Obama hat seinen letzten Wahlsieg vor allem einer effektiven Big Data Analyse zu verdanken. Anhand von Informationen wie der bevorzugten Automarke, gelesenen Zeitschriften oder dem Ziel des letzten Urlaubs lässt sich die politische Einstellung eines Wählers relativ sicher ableiten und die gewonnene Erkenntnis für den Wahlkampf nutzen.

 

Das vorhandene Potenzial zeigt sich auch an zahlreichen Start-ups wie dem Hamburger Unternehmen "Kreditech". Die Firmengründer verleihen sogenannte Mikrokredite bis zu einem Betrag von 500 Euro auch ohne Schufa-Auskunft. Die Ausfallwahrscheinlichkeit wird durch ein Social-Scoring-Verfahren berechnet, welches innerhalb weniger Sekunden eine Vielzahl an Daten analysiert. Im günstigsten Fall hat der Kreditnehmer den gewünschten Betrag bereits nach 15 Minuten auf seinem Konto.

Fazit

Das Potenzial von Big Data für Unternehmen ist gewaltig, wobei die Entwicklung eben erst begonnen hat. Allerdings bieten sich die damit verbundenen Chancen nicht automatisch. Unternehmen müssen sich eingehend mit den daraus resultierenden Herausforderungen auseinandersetzen, die in erster Linie im Management der gewaltigen Datenströme begründet sind. Innovative Softwarelösungen sind dabei eine große Hilfe.

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