Datenschutz unter Windows 10

Wie man seine Daten in Windows 10 schützen kann, hat der baden-württembergische Datenschutzbeauftragte in einem Step-by-Step-Leitfaden ausführlich und gut verständlich erklärt.

Einstellungen anpassen

Wer Windows 10 nutzen möchte, ohne seine Daten Microsoft anzuvertrauen, muss bei der Installation von Windows 10 aufmerksam sein. Microsoft hat sich grundsätzlich gegen ein Opt-in-Verfahren entschieden und die Einstellungen der Expressinstallation aktivieren fast alle Funktionen. Diese umfassen viele, auch praktische Cloud-Dienste, unter anderem die digitale Assistentin Cortana, aber auch andere datenhungrige Funktionen, die weniger wünschenswert sind. Wer bei der Installation von Windows 10 die kleingedruckte Option "Einstellungen anpassen" verpasst hat, kann dies nachträglich noch tun.

Step-by-step

Die Datenschutzeinstellungen sind von Windows übersichtlich dargestellt. Weniger versierte Nutzer allerdings verstehen nicht immer, was sich hinter den Einstellungen verbirgt. Auch sind einige Funktionen, welche deaktiviert werden sollten, gut versteckt.

In dem 25-seitigen Leitfaden des baden-württembergischen Datenschutzbeauftragten "Datenschutzeinstellungen in Windows 10" wird Schritt für Schritt auf jeden datenrelevanten Punkt der Einstellungen eingegangen. Es wird nicht nur gezeigt, wo dieser zu finden ist, mit Screenshots  und Markierungen wird hilfreiche Orientierung geboten.

 

Im Besonderen für Laien ist es komfortabel, dass Begriffe wie "Werbungs-ID" erklärt und Zusammenhänge erläutert werden, aber auch eine Anleitung mit Empfehlungen für die Einstellungen gegeben wird. Lobenswert zeigt sich der Leitfaden in den durchaus sinnvollen Vorschlägen zu den Einstellung. So wird nicht grundsätzlich nur geraten, alles auszuschalten, sondern in eingängigen Erläuterungen dargelegt, weshalb es sinnvoll ist, manches nicht auszuschalten. Beispielsweise wird erklärt, wie man den Zugriff auf den Kalender grundsätzlich verbietet, einzelnen Apps aber erlaubt. Trotz der nötigen Einschränkungen bleibt Windows 10 so noch gut nutzbar.

Die Hintergründe

Man könnte dem Leitfaden vorwerfen, er erwecke den Eindruck, dass Microsoft grundsätzlich nicht zu trauen sei. Um sich eine objektive Meinung zu bilden sei die Site "Windwos 10 und Datenschutz" von Microsoft zu empfehlen, auf welcher Microsoft ausführt, welche Dienste Daten wie verwenden und warum sie benötigt werden.

Am Ende muss der Nutzer selbst entscheiden, ob er Microsoft vertrauen möchte - er kann dies dann aber besser informiert tun.

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